GLV-Führungsrinne reduziert Gewicht und Geräusche in Intralogistik-Anwendungen

7 m/s in der Vertikalen

Die GLV-Führungsrinne sorgt für eine sichere Energiezuführung bei vertikalen Anwendungen. Bild: Igus GmbH
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Das GLV-System hält vertikal verfahrende Energieketten selbst bei hochdynamischen Anwendungen mit Geschwindigkeiten von 7 m/s sicher in der Bahn. Es vereint aber nicht nur Sicherheit bei höchster Fahrdynamik mit geringem Gewicht und einfacher Montage, sondern verringert durch sein offenes Design auch Geräuschemissionen.

Führungsrinnen für Energieketten werden in der Industrie vielfältig eingesetzt, vor allem bei langen Verfahrwegen, bei denen das Obertrum der Energiekette auf dem Untertrum gleitet. Bei vertikalen Anwendungen wiederum, wie sie im Materialfluss häufig vorzufinden sind, sind Führungsrinnen nicht unbedingt notwendig, solange die Dynamik gering ist. Die Energiekette folgt hier einfach der Schwerkraft. Für moderne Anlagen trifft dies aber nur noch sehr selten zu. Bei Geschwindigkeiten von über 7 m/s haben Energieketten Sicherheit zu gewährleisten, um Unfälle zu verhindern. Bislang wurden dabei als Führungsrinnen fast geschlossene Führungskanäle aus Blech verwendet. Diese durchgehenden Einhausungen sind jedoch schwer und aufwendig zu montieren. Zudem schafft die geschlossene Bauweise einen Resonanzkörper, der die Ablaufgeräusche der Energiekette um ein Vielfaches verstärkt. Die offene Guidelite Vertikal (GLV) nimmt sich genau diesen Herausforderungen an und kombiniert durch ihre Bauweise leisen Lauf und leichte Montage mit hoher Sicherheit im Einsatz bei extrem dynamischen Hebern und Liften.

Einfache Montage

Mit der Guidelok-Serie brachte Igus vor acht Jahren eine Führungsrinne auf den Markt, die alle bisherigen Nachteile einer Rinne aus Blech oder Aluminium beseitigt. Aus bestimmten Baugruppen des erfolgreichen Systems hat Igus die GLV-Führungsrinne für rein vertikale Anwendungen entwickelt. Wie bei Guidelok wird kein geschlossener Blechkanal verwendet, sondern offene Führungsschienen aus Kunststoff mit einer Systemlänge von 2000 mm. Diese offene Bauweise minimiert den Resonanzraum und trägt dazu bei, dass die Ablaufgeräusche der Energiekette bei hoher Geschwindigkeit von bis zu 7 m/s gering bleiben. Weitere Pluspunkte sind eine erfolgreiche Absorption von Vibrationen sowie die leichte Montage, bei der eine spezielle Schraube dafür sorgt, dass die Schienen nur mit einer Hand verschraubt werden können und kein Kontern erforderlich ist.

Falls Leitungen oder Energiekette Schaden nehmen sollten, zum Beispiel durch herunterfallende Teile, erlaubt die offene Bauweise der Führungsrinne eine schnelle Auffindung und einen leichten Zugang zur Schadstelle. Reparaturen können so schnell erledigt werden. Der Einsatz von Kunststoffschienen bewirkt zudem die Reduzierung des Gesamtgewichts der Rinne, auch Transportkosten werden so niedrig gehalten.