ANTRIMON Engineering AG

Grosses Ziel ist verinnerlicht

Tobias Siebold ist Geschäftsführer der ANTRIMON Engineering AG.
Markus Back / Chefredaktor Smart Tech /

Die ANTRIMON Engineering AG in Neuhausen am Rheinfall setzt kreative Ideen in gebrauchstaugliche mechatronische Produkte um. So verantwortet sie neben dem «trivanti» und der «smartdoor Turn» ebenfalls die Entwicklung eines innovativen Fahrradschlosses. Geschäftsführer dieser Unternehmenseinheit ist Tobias Siebold.

Was die Betriebszugehörigkeit betrifft, nimmt Tobias Siebold innerhalb der ANTRIMON-Gruppe eine Sonderrolle ein. Obwohl diese erst seit 15 Jahren besteht, gehört er ihr zumindest rein rechnerisch bereits seit 17 Jahren an. «Ich habe 2001 bei der Trikon Solutions AG als Konstrukteur begonnen. Diese wurde Ende 2015 ins Unternehmen integriert und firmiert seither als ANTRIMON Engineering AG», so Tobias Siebold, der bei der Trikon Solutions AG die klassische Karriereleiter durchlief. Vom Konstrukteur stieg er zunächst zum Projekt- und später zum Teamleiter auf. Über die Zeit hinweg folgte die Berufung in die Geschäftsleitung, deren Führung er schliesslich im Juni 2016 übernahm.

Firmenprofil

Das Aufgabengebiet der ANTRIMON Engineering AG, die 60 Mitarbeitende beschäftigt, ist vielseitig. Sie umfasst neben der mechanischen Entwicklung und Konstruktion die Entwicklung von Soft- und Hardware sowie Tests und Validierung. Dass diese Disziplinen fast immer ineinandergreifen, wird am Beispiel eines Fensterschalters fürs Auto deutlich. Der Dienstleister überlegt sich, welche Komponenten in diesem verbaut sein müssen, dass dieser über viele Jahre hinweg fehlerfrei funktioniert. Bei Bedarf unterstützt er aber auch beim Design des Fensterschalters.

Ausblick

Das 15-jährige Firmenbestehen ist für Tobias Siebold ein besonderer Anlass. «Für mich bedeutet das Jubiläum, dass nachhaltig, erfolgsorientiert und zukunftsgerichtet entschieden wird», sagt er. Dies sei aber nur möglich, weil die Schlüsselstellen mit den richtigen Menschen besetzt seien, welche zur richtigen Zeit auch die richtigen Entscheidungen träfen. Dies zeige sich nicht nur bei der Strategiefindung, sondern auch bei unvorhergesehenen Ereignissen, welche eine zügige Reaktion bedürften. Aufgrund dieser Strukturen, welche die Mitarbeitenden teils eng miteinbinden, sieht Tobias Siebold den kommenden 15 Jahren gelassen entgegen: «Dadurch haben wir alle einen sicheren Arbeitsplatz.»

Mitarbeitende

Diese Sicherheit spürt Tobias Siebold jeden Morgen, wenn er ins Büro kommt: «Ich sehe, wie zielgerichtet die Mitarbeitenden ihrer Arbeit nachgehen, um die Ziele zu erreichen. Trotzdem bleibt Zeit für einen lockeren Spruch in der Kaffeeecke.» Diese gewisse Lockerheit, die für den Geschäftsführer in einem Kreativjob unabdingbar ist, wäre unter anderen Voraussetzungen nicht gegeben.

Als faszinierend empfindet Tobias Siebold auch den guten Zusammenhalt: «Bei uns arbeiten unwahrscheinlich tolle Menschen, die es alle verstanden haben, dass das grosse Ziel die Kundenzufriedenheit ist.» Dies zeige sich beispielsweise, wenn es bei einem technischen Problem nicht richtig weitergehe. In diesem Falle werde einfach ein Kollege um Unterstützung gebeten und diese auch nie verwehrt. Das Problem werde gemeinsam diskutiert und gegebenenfalls bleibe man abends dann halt eine halbe Stunde länger, um das vorgegebene Ziel zu erreichen.

Digitale Transformation

Während die digitale Transformation in manchen Unternehmen Sorgen auslöst, sieht man sie bei der ANTRIMON Engineering AG vielmehr als Chance. «Sie macht mir keine Sorgen. Vielmehr könnten die vorhandenen Ressourcen zu einem Problem werden, da sich durch die digitale Transformation enorm viele Möglichkeiten auftun», glaubt Tobias Siebold. Weiteres Potential sieht er im Internet der Dinge sowie bei Industrie 4.0. «Dies sind Themen, für die es sehr viel technisches Wissen braucht, wie wir es hier in der Schweiz haben», sagt Tobias Siebold. Vorstellbar sei für ihn zum Beispiel, dass das von der ANTRIMON Engineering AG entwickelte Publibike-Schloss in der nächsten Ausbaustufe selbständig ein E-Mail verschicke, sobald ein Austausch von Komponenten erforderlich sei. «Wir als Dienstleister der mechatronischen Produktentwicklung sind perfekt aufgestellt, um den Markt genau mit solchen Lösungen zu bedienen», zeigt sich der Geschäftsführer überzeugt.