Low-Cost-Robotik-Baukasten von Igus ermöglicht kostengünstigen Einstieg in die Automatisierung

Individuelle Robotik für Jedermann

Ob als Bausatz oder vormontiertes System: Mit dem 5-Achs-Gelenkarm ist der Einstieg in die Welt der Automatisierung besonders einfach und günstig. Bilder: Igus
In nur wenigen Klicks zum Wunschroboter mit dem Robolink Designer von Igus.
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Bei einfachen Pick-and-Place-Aufgaben über einen langen Zeitraum hinweg ist eine kostengünstige Automatisierung die optimale Lösung. Doch wie lässt sich der Einstieg in die Welt der Automatisierung kostengünstig und einfach bewerkstelligen? Eine Möglichkeit sind Roboter-Gelenkbaukasten Robolink und das Apiro-Konzept von Igus.

Mit dem modularen Baukastenprinzip Robolink-Programm kann der Anwender sich schnell eine einfache Automatisierungslösung schaffen. Dabei hat er die Möglichkeit, Systeme individuell zusammenzustellen – entweder mit Einzelkomponenten, wie Getrieben im Selbstbau oder mit komplett vormontierten Gelenkarmen, deren Leichtbauweise und Grösse sie besonders flexibel macht. Dank der modularen Kombination ergibt sich ein System, das für vielfältige Robotik-Aufgaben eingesetzt werden kann. Der Vorteil von Robolink besteht darin, dass sich wiederholende und zeitraubende Aufgaben einfach automatisieren lassen, die bislang manuell erledigt werden müssen. Und das für einen Bruchteil der Kosten, die mit klassischen Industrierobotern erforderlich wären.

Modularer Baukasten

Mit dem Robolink-Baukasten lassen sich Systeme aus Gelenken mit verschiedenen Getrieben, Motoren und Verbindungselementen individuell zusammenzustellen. Die «Robolink»-D-Gelenke sind die beweglichen Verbindungsstücke zwischen den einzelnen Verbindungsblechen des Roboterarms, die mit Direktantrieb und Schrittmotor betrieben werden. Verschiedene Grössen der Gelenke mit Schnecken- oder Wellgetriebe stehen zur Auswahl. Der Motor befindet sich bei den Schnecken- und Wellgetrieben direkt an der Achse und kann je nach Anwendungsfall in einer wasserdichten Ausführung montiert werden. Die Gelenke können mit Motoren verschiedener Hersteller betrieben werden. Da alle Robolink-Komponenten auch einzeln erhältlich sind, lassen sie sich individuell untereinander oder mit eigenen Komponenten sowie mit den Drylin-E-Baukasten für Portale modular kombinieren. So kann beispielsweise ein mehrachsiger Gelenkarm auf einer schmiermittelfreien Drylin-E-Linearachse verfahren. Die Robolink-D-Verbindungselemente dienen dazu, die einzelnen Gelenke des Roboterarms miteinander zu verknüpfen. Erhältlich sind die Robolink-Gelenksysteme als fertige Roboterarme mit zwei bis zu fünf Achsen. Durch das modulare Baukastensystem lassen sie sich jedoch beliebig oft erweitern und anpassen, da alle Bauteile auch einzeln erhältlich sind.

Flexible Erweiterung

Die individuell anpassbaren Roboterarme lassen sich mit unterschiedlichen Steuerungskonzepten ergänzen. Eine Lösung bietet die Low-Cost-Steuerung der Firma Commonplace Robotics GmbH, die speziell auf Robolink D abgestimmt ist und zusammen mit der Software geliefert wird. Mit deren Hilfe werden die Bewegungsabläufe des Roboters dargestellt und können leicht verständlich programmiert und gesteuert werden.

Das Robolink-Baukastenprinzip macht die Roboterarme auch mit einer selbstprogrammierten Steuerung nutzbar und bietet somit höchste Modularität. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, die Roboterarme mit unterschiedlichen Saugern, Greifern und anderen Werkzeugen zu bestücken. So setzt auch Igus einen mit einem Hubsauger ausgestatteten Robolink in der hauseigenen automatischen Montage ein.

Konfiguration über Online-Tool

Konfiguriert wird der Low-Cost-Roboter mit dem Robolink Designer: Das Online-Tool bietet eine intuitive Oberfläche, mit dem sich der gewünschte Robolink-Gelenkarm nach eigenen Vorstellungen konstruieren lässt - von der ersten Achse bis zum individuellen Werkzeug. Die Software kann auch auf einem Tablet genutzt werden und ermöglicht unter anderem eine visuelle Simulation der Bewegungen durch die rotierenden Gelenke. Im Anschluss an die Konfigurierung erfolgen die Ausgabe einer Stückliste sowie eine direkte Anfrage an Igus.

Apiro für bis zu sechs Freiheitsgrade

Mit dem Robolink-Apiro-Baukasten lassen sich mehr Bewegungen mit einem System umsetzen. Bei der Entwicklung der neuen Serie lag der Fokus auf der Entkopplung von Motor und Getriebe sowie der Einführung völlig neuartiger Schneckengetriebe zur Erreichung von zum Beispiel sechs Achsen in einem Knickarmroboter. Getriebe mit Linearbewegung sowie invertierte und herkömmliche Schneckengetriebe stehen in verschiedenen Grössen zur Verfügung und lassen sich miteinander kombinieren. So lassen sich mit dem neuen Baukasten selbst komplizierte Bewegungen umsetzen, wie zum Beispiel individuelle Scara- und Portalroboter sowie Angusspicker zur Entnahme von Produkten aus Spritzgussmaschinen.

In den Schneckengetrieben der «Apiro»-Serie kommen hochwertige Tribopolymere mit Festschmierstoffen zum Einsatz. Diese sorgen für eine hohe Stabilität, geringes Gewicht, Langlebigkeit und Wartungsfreiheit. Die Verbindung der Gelenke erfolgt beim Robolink-Apiro-Baukasten über ein Multifunktionsprofil aus Aluminium, welches dem Anwender konstruktive Freiräume verschafft. Darüber hinaus bietet es ihm die Möglichkeit, die verschiedenen Getriebe der Robolink-Apiro-Serie seriell zu verbinden. Parallele Gelenkverbindungen sind ebenfalls möglich, indem mehrere Apiro-Gelenke nebeneinander gesetzt werden. Dadurch ergeben sich unzählige Kombinationsmöglichkeiten, um verschiedenste Anwendungen zu automatisieren.