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Lagerhaltung 4.0: Effizienz ist Trumpf

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Die digitale Revolution auf Unternehmensseite ist in vollem Gange, und das auch an Stellen, wo noch im wahrsten Sinne des Wortes "angepackt" wird: in Warenhäusern und Lagern. Dadurch, dass der Onlinehandel als Vertriebsmethode klassischen Ladengeschäften immer mehr den Rang abläuft, wird ein effizient laufendes Lager immer wichtiger – schliesslich wollen die Kunden trotz grossem Auftragsvolumen schnell an ihre Ware kommen, zudem will der vorhandene Platz bestmöglich genutzt werden.

Zeit ist Geld…

Auf diese beiden Aspekte lässt sich das Geheimnis einer gut funktionierenden Lagerhaltung herunterbrechen. Denn je schneller Kunden beliefert werden, desto zufriedener sind sie. Das ist aber noch nicht alles: Um das Beste aus der vorhandenen Lagerkapazität herauszuholen, muss dafür gesorgt werden, dass möglichst wenige "Ladenhüter" dauerhaft Platz belegen. Denn je höher die Lagerumschlagsgeschwindigkeit ist, desto mehr Profit kann mit der Ausnutzung des vorhandenen Lagerraums erzielt werden.

Das Gleiche gilt für materialintensive Produktionsbetriebe, bei denen die Fertigung direkt an ein Lager angeschlossen ist – hier kommt es besonders darauf an, dass benötigte Komponenten genau zu dem Zeitpunkt am richtigen Ort in der Produktionskette ankommen, zu dem sie gebraucht werden.

Vorsprung durch Technik

Um diesen Anforderungen zu genügen, kommt es neben dem Layout der Lagerhalle vor allem auf deren technische Ausstattung an. Schon der Einsatz von Hubwagen mit integrierter Waage zum Verladen von Gütern auf Transportmittel kann massgeblich zur Lagereffizienz beitragen. Nur wie? Moderne Geräte verfügen teilweise über die Möglichkeit, Daten zum Gewicht der transportierten Ware direkt am Gerät in Barcodeform auszudrucken – diese können dann direkt z.B. in ein Warenwirtschaftsprogramm eingepflegt werden, was das Kalkulieren des vorhandenen Lagerbestands vereinfacht. Zudem werden durch den Einsatz solcher Hubwagen separate Bodenwaagen überflüssig, was Platz, Zeit und damit letztendlich auch Geld spart.

Auch mithilfe von Software lässt sich die Lagerhaltung optimieren. So sind moderne Programme in der Lage, verschiedene Produkte so im Lager zu sortieren, dass die Transportwege – und damit die benötigten Auslieferungszeiten – so kurz wie möglich gehalten sind.

Und an der renommierten Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen arbeitet man derzeit an einem selbstauffüllenden Lager, in dem Roboter, Sensoren, Laservorhänge sowie eine interne drahtlose 5G-Vernetzung menschliche Mitarbeiter fast schon überflüssig machen – auf lange Sicht werden Menschen im Lager nichts mehr zu suchen haben.

Bildrechte: Flickr Warehouse, Beximco Pharma; CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten