ANTRIMON Motion AG & ANTRIMON Production AG

Mechatronische Vorreiterrolle

Markus Arnold ist Geschäftsführer der Unternehmenseinheiten ANTRIMON Motion AG und ANTRIMON Engineering AG.
Markus Back / Chefredaktor Smart Tech /

Markus Arnold ist Geschäftsführer der ANTRIMON Motion AG und der ANTRIMON Production AG. Während sich Erstgenannte auf Dienstleistungen in der elektrischen Antriebstechnik für den Apparate- und Maschinenbau spezialisiert hat, sind es bei Letztgenannter vertikal integrierte EMS-Dienstleistungen sowie die Baugruppenfertigung.

Als Markus Arnold im Januar 2011 bei ANTRIMON anfing, war das Dutzend noch nicht ganz voll. Er war der elfte Mitarbeitende, der einen Arbeitsvertrag unterschrieb. «Ich habe an die Vision von Stefan Schimon geglaubt und wusste, dass ich mit meinem Wissen dazu beitragen kann, diese umzusetzen», begründet Markus Arnold seine Entscheidung, die Sicherheit eines grossen Unternehmens zu verlassen und in einer bis dahin wenig bekannten Firma anzufangen. Und an damaliger Vision, nämlich «Vom Standardantrieb bis hin zum kompletten mechatronischen System alles aus einer Hand», hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert.

Bei der Umsetzung dieser Vision spielen die von Markus Arnold verantworteten Unternehmensbereiche eine entscheidende Rolle. Aufgabe der ANTRIMON Motion AG ist es, für den Anwender die beste Antriebslösung zu finden – und zwar unabhängig von der Technologie. Dazu nutzt der in Muri ansässige Dienstleister sein globales und breites Netzwerk an Geschäftspartnern, welche weltweit in verschiedenen Produktionsstätten elektrische Motoren, Antriebe und Getriebe herstellen. Die ANTRIMON Production AG hingegen übernimmt die Assemblierung und Herstellung von Sub- und Komplettsystemen in der Baugruppenfertigung sowie die EMS-Fertigung mit Printplattenbestückung.

So vielseitig wie die Antriebstechnologien sind die Anwendungen, in denen diese zum Einsatz kommen. Im medizinischen Bereich beispielsweise beschleunigen die Lösungen des ISO 13485-zertifizierten Unternehmens Heilprozesse von Patienten oder gestatten bisher nicht mögliche Behandlungen, während diese in der Industrie im Leistungsbereich bis 1 kW so ziemlich alles antreiben, was sich auf irgend eine Art und Weise in Bewegung versetzen lässt.

Zertifizierung nach IOS 13485

Als Markus Arnold 2011 ins Unternehmen einstieg, war seine Aufgabe definiert – der Aufbau und die Weiterentwicklung der ANTRIMON Motion AG. Diese Vorgabe wurde klar erreicht. Heute beschäftigt die ANTRIMON-Gruppe bereits über 100 Mitarbeitende und hat damit inzwischen eine Grösse erreicht, mit der sie sogar bei Grossprojekten wie beispielsweise Cargo sous terrain (siehe dazu Seite 11) eine zentrale Führungsrolle bei mechatronischen Themenstellungen übernehmen kann. «In diesen 15 Jahren wurde einiges erreicht und ich hatte das grosse Glück, einen Teil dieser Entwicklung mitgestalten zu dürfen», so der Geschäftsführer. Aber nicht nur die erreichte Grösse ist etwas, auf das Markus Arnold stolz ist, sondern auch die Einführung von ISO 13485. «Mit dieser Zertifizierung werden wir noch so manch interessantes Projekt umsetzen dürfen», ist er überzeugt.

Mitarbeitende

Es hat aber nicht erst die Einführung von ISO 13485 bedurft, um interessante Projekte umsetzen zu dürfen. «Wir befinden uns in einem sehr dynamischen Umfeld, das uns permanent mit antriebstechnischen Herausforderungen konfrontiert, für die Ideen kreiert und Lösungen gefunden werden müssen», beschreibt Markus Arnold den Reiz seiner täglichen Arbeit. Angenehmer Nebeneffekt dieser Tätigkeit: Sie hält geistig jung und auf dem neuesten Stand der Technik. Als Beispiel hierfür nennt er die digitale Transformation mit Themen wie Industrie 4.0 oder Internet der Dinge.

Der Geschäftsführer stellt klar, dass dies alles nicht ohne motivierte Mitarbeitende geht. Doch Motivationsprobleme hat er bislang noch nie ausgemacht. Vielmehr sei es so, dass durch das kollegiale Umfeld sämtliche Projekte eine Eigendynamik entwickelten, die stets sehr gute Lösungen hervorbrächten.

Ausblick

Ist die digitale Transformation für die ANTRIMON-Gruppe eine Herausforderung oder vielmehr eine Chance? Dazu hat Markus Arnold eine klare Vorstellung: «Im Bereich Mechatronik sind wir an vorderster Stelle und beherrschen daher die allerneuesten Technologien.» Ein gutes Beispiel für diese Vorreiterrolle ist der Türantrieb «smartdoor Turn», der sich über eine App und Bluetooth parametrieren lässt.

Basierend auf dieser Ausgangslage sieht Markus Arnold daher der Zukunft gelassen entgegen. «Ich bin ich überzeugt, dass wir uns in zehn Jahren wiederum in einem veränderten Gebilde befinden werden. Mit der aufgenommenen Geschwindigkeit werden wir weitere Meilensteine in der Antriebstechnik setzen», sagt er und schliesst ab: «Wir werden ein international anerkannter Brand im Bereich der Mechatronik sein.»