FCS-Nullpunktspannsystem Brey-Line erhöht Spindelstunden um bis zu 50 Prozent

Spanntechnik im Modellbau

Durch den Einsatz der FCS-Elemente steigert der Modellbauer Pauser die Maschinenlaufzeiten um vier- bis fünfhundert Stunden im Jahr. Bild: Pfleghar
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Geld wird nur verdient, wenn Späne fliegen! Kaum eine Branche weiss dies besser, als der mittelständische Modellbau. Dort gilt es, anspruchsvolle Fräsarbeiten in kürzester Zeit fertigzustellen. Wohl dem, der über ein innovatives Nullpunktspannsystem wie der Modellbauer Pauser verfügt, das den Rüstaufwand weitgehend minimiert.

Das FCS-Nullpunktspannsystem Brey-Line beruht auf einem Baukastenprinzip, das aus Säulen, Ringen und Bolzen besteht. Gespannt wird auf Rasterplatten oder Paletten, die direkt auf dem Maschinentisch oder in Handling-Systemen installiert werden. Zentrierringe im Bauteil und der Rasterplatte übernehmen die Positionierung des Werkstücks.

Die grundsätzlichen Vorteile des FCS-Systems, das eine Wiederholgenauigkeit von 4 µm erreicht, liegen in der hohen Stabilität, den Freiheitsgraden der Bearbeitung sowie in der Durchgängigkeit. Durch die erhöhte Position des Werkstücks ist eine echte 5-Seiten-Bearbeitung realisierbar. Es können kleine und grosse Werkstücke gespannt werden – auf Fräs-, Erodier-, Tiefbohr- und Messmaschinen. Die Aufspannung eignet sich für Schlicht- sowie für schwere Schruppbearbeitung. Zudem ermöglichen die permanenten Bezugspunkte im Bauteil, das Werkstück bei Bedarf abzuspannen und auf Paletten oder anderen Maschinen neu zu spannen, ohne das der Nullpunkt verloren geht. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Spannposition auf dem Maschinentisch nahezu frei gewählt werden kann, um beispielsweise eine optimale Späneabfuhr sicherzustellen. Hinzu kommt, dass durch die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Komponenten die Aufspannung aufgabenspezifisch aus dem Baukasten konfiguriert und auf jegliche zusätzliche konventionelle Spannmittel verzichtet werden kann. Gleichzeitig aber besteht die Möglichkeit, diese konventionellen Spannmittel mit einzubeziehen.

Aus der Praxis

Ein Unternehmen, das auf das FCS-Nullpunktspannsystem Brey-Line setzt, ist der Modellbauer Pauser. Ausschlaggebend für den Kauf des Systems war ein Auftrag für ein Getriebegehäuse für ein Militärfahrzeug. Dazu Firmeninhaber Helmut Pauser: «Das Teil war mit normalen Vorrichtungen fast nicht zu spannen. Da habe ich mich an das FCS-System erinnert, denn auf den Messen waren immer die abenteuerlichsten Teile aufgespannt. Also haben wir uns eine Grundplatte und vier Spanner gekauft und siehe da, wir hatten absolut kein Problem mit dem Aufspannen. Es war für uns alle hier ein echtes Schlüsselerlebnis und seitdem haben wir uns unterschiedliche Komponenten von FCS angeschafft und profitieren von den Pluspunkten.»

Andreas Krieg, technischer Vertrieb bei FCS-Handelspartner Pfleghar, hört das gerne. Aus Erfahrung weiss er, dass sich mit dem System die Spindel-Stunden in der Einzelteilfertigung um bis zu 50 Prozent nach oben bewegen. «Wir haben noch keine belastbaren Zahlen vorliegen, aber wir gehen davon aus, dass wir durch den Einsatz der FCS-Elemente unsere Maschinenlaufzeiten um vier- bis fünfhundert Stunden pro Jahr und Maschine gesteigert haben», so Modellbauer Helmut Pauser.