EMO 2017 - Weltleitmesse für Metallverarbeitung

Vernetzung im Blickfeld

Bild: Deutsche Messe AG
Bild: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V.
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Vom 18. bis 23. September 2017 öffnet die EMO Hannover wieder ihre Tore. Sie ist der grösste internationale Treffpunkt rund um die Metallbearbeitung.

Gratis-Eintritt zur EMO Nach erfolgreicher Registrierung wird ein personalisiertes Tagesticket per E-Mail zugeschickt. Das ausgedruckte Ticket im DIN-A4-Format ermöglicht den direkten Zugang zum Messegelände und berechtigt am Geltungstag zur kostenlosen Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum-Verkehr Hannover (GVH). Vor Fahrtantritt ist der Besuchstag auf dem Ticket anzukreuzen. Die Aktion ist auf 100 Tickets beschränkt. Zum Gratis-Ticket

Das grosse Thema auf der EMO in Hannover ist die Vernetzung. Sie steht im Fokus der Sonderschau «Industrie-4.0-Area», welche sich als Plattform für den fachlichen Austausch der Experten innerhalb der internationalen Community positioniert und eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlagen soll. Universitäts- und Fraunhoferinstitute der Produktionstechnik präsentieren den Stand ihrer Forschung und Industrievertreter zeigen Lösungen für die Umsetzungen in der Praxis. Eingebunden sind Initiativen der deutschen Bundesländer ebenso wie internationale Aktivitäten – darunter fallen beispielsweise das Industrial Internet Consortium aus den USA, die Alliance Industrie du Futur aus Frankreich, Made in China 2025 sowie die Industrial-Value-Chain-Initiative aus Japan. Abgerundet wird die Sonderschau mit einem Vortragsforum, in dem namhafte Wissenschaftler ihre aktuellen Erkenntnisse und Firmen ihre Kompetenzen präsentieren werden.

Verstärkte Präsenz additiver Verfahren

Nicht nur Industrie 4.0, auch der Bereich Additive Manufacturing (AM) ist auf der Fachmesse vertreten. Die EMO zeigt hier die neuesten Entwicklungen in der Metallbearbeitung auf und vermittelt Ideen, welche Anwendungen sich mittels AM besonders günstig erschliessen lassen. Die Additive Fertigung verzahnt sich als Produktionsverfahren mit anderen Schwerpunkten in der Wertschöpfungskette. Allen voran sind dies CAD und Simulation, Nachbearbeitung, Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung.

Neben reinen AM-Systemen entstehen auch Hybridmaschinen. Viele klassische Maschinenhersteller engagieren sich bereits in diesem Feld und integrieren das Verfahren in ihre Maschinen. Aufgrund der begrenzten Oberflächenqualität, Stützstrukturen und Funktionsflächen, die entfernt werden, müssen die meisten additiv gefertigten Bauteile nachbearbeitet werden, wenn sie hohen Ansprüchen genügen sollen. Entsprechend wird die Nachfrage nach Maschinen zur Feinbearbeitung steigen. Gemeinsam mit dem europäischen Werkzeugmaschinenverband CECIMO und der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist auf der EMO Hannover eine Konferenz dazu geplant.

Hybride Verfahren in der Zerspanung

Auf der Messe Hannover veranstaltet die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) am 21. September ein Symposium mit dem Titel «Production for tomorrow». In der WGP sind 35 Institute für Produktionstechnik an deutschen Universitäten und Fraunhofer-Instituten zusammengeschlossen. Das Symposium soll dieses Wissen den Messebesuchern zugänglich machen. Vorgestellt werden sechs wegweisende Innovationsprojekte zu produktionstechnischen Themen.

Beispielsweise haben Wissenschaftler des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der Technischen Universität Darmstadt ein hybrides Verfahren für die Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe entwickelt. In der Luft- und Raumfahrtindustrie werden zunehmend Titan- und Nickelbasislegierungen eingesetzt, weil sie eine höhere Festigkeit aufweisen und korrosionsbeständig sind. Im hybriden Hochleistungsverfahren der Darmstädter wird das Bauteil mittels Induktion im Prozess an definierten Stellen erwärmt und damit weniger fest. Gleichzeitig wird das Werkzeug durch ein kryogenes Medium gekühlt und dadurch widerstandsfähiger. In Verschleissuntersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Standzeit bei Tangentialfräsern um über 100 Prozent gegenüber konventioneller Bearbeitung verlängert wird.

Seminar zur Maschinensicherheit

Weiterhin ein Dauerbrenner in der Branche ist das Thema Sicherheit von Werkzeugmaschinen. Dabei stehen die Vermeidung von Unfällen und der Personenschutz im Vordergrund. Beim «EMO Safety Day for Machine Tools» zeigen internationale Experten den aktuellen Entwicklungsstand auf und berichten über jüngste Veränderungen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Qualifizierung und Information von Marktüberwachungsbehörden. Diese müssen Maschinen erkennen können, die nicht dem Stand der Technik entsprechen und sie zum Wohle aller aus dem Verkehr ziehen. Aus diesem Grund stellt der europäische Werkzeugmaschinendachverband CECIMO einen weiteren neuen Band aus seiner Reihe von CE-Guides vor, diesmal zur Sicherheit von Fräsmaschinen. Darin werden in einfacher Form die wesentlichen Sicherheitsmerkmale beschrieben, um der Marktüberwachung, aber auch Kaufinteressenten, praktische Hilfestellung zu geben.