Ersatzbeschaffung erhöht Durchlaufgeschwindigkeit um 60 Prozent

Von Beginn an überzeugt

Hengartner-Signalisationstafeln in Lachen SZ. Bilder: Hilpert
Die Heizzone des HB Automation Reflowofens.
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Firmenbeitrag - Die Hengartner Elektronik AG nahm als erstes Unternehmen in der Schweiz einen Reflowofen von HB Automation in Betrieb. Bei der Integration des HS-0601 erhielt sie Unterstützung von der Hilpert Electronics AG aus Baden-Dättwil.

Kurz nach dem die Produkte des chinesischen Herstellers HB Automation ins Portfolio aufgenommen wurden, meldete sich Thomas Gartmann beim Dättwiler Anbieter von Produktionsausstattung für die Entwicklung und Fertigung von Elektronik und Mikroelektronik. Der Leiter der SMD-Fertigung bei Hengartner Elektronik war auf der Suche nach einem Ersatz für den bisherigen Reflowofen. Schnell stand fest, dass keine aufwendigen Vergleiche und Benchmarkings nötig sind, denn mit dem HB HS-0601 war binnen kurzer Zeit ein Ersatz gefunden, der die technischen Anforderungen erfüllt.

Da die meisten Lötanlagen heute auf einem ähnlichen Leistungsniveau angesiedelt sind, war es Thomas Gartmann nicht wichtig, welcher Name auf der Neubeschaffung steht. Eine höhere Priorität hatte für ihn die Beratung während des Auswahlprozesses sowie eine gute Betreuung bei der Installation und in der Zeit danach. Ein Pluspunkt für den 6-Zonen-Ofen (erhältlich sind auch Ausführungen mit acht, zehn oder zwölf Zonen) war sicherlich auch seine kompakte Bauweise, wodurch er sich sehr gut ins Gebäude bringen liess. Zudem waren seine Anschlüsse kompatibel zur vorhandenen Lüftungsanlage, so dass es hier keine Umbauarbeiten bedurfte. Auch die Folgekosten überzeugten den Leiter der SMD-Fertigung, der übrigens keine Probleme damit hatte, auf das Produkt eines bisher in der Schweiz unbekannten Herstellers zu setzen. Für ihn waren 5000 Installationen im Feld und die Empfehlung von Hilpert Electronics Expertise genug.

Geruchfreie Produktion

Das Resümee, ein Vierteljahr nach der Inbetriebnahme, fällt durchweg positiv aus. Der Ofen arbeitet sehr leise, ohne Ausfälle und überzeugt Thomas Gartmann durch eine einfach zu bedienende Software. Mit nur einem Profil können diverse Leiterkarten gelötet werden, denn die Heiz- und Kühlzonen lassen sich aufeinander abstimmen. Besonders positiv fällt ihm aber auf, dass es im Gegensatz zum vorherigen Ofen nicht riecht, wenn PCB im Ofen sind und gelötet wird. Die sonst üblichen Lötrauch- und Flussmitteldämpfe gelangen beim HS-0601 nicht in die Produktionsumgebung.

Hengartner Elektronik AG: Das KMU deckt als Full-Service-Anbieter von der Beratung, Entwicklung, Produktion und Prüfung sowie Erstellung von technischer Dokumentation bis hin zu Lagerung und Versand der Baugruppen das komplette Aufgabenspektrum ab. Prototypen, Nullserien und Serien in Losgrössen im unteren und mittleren Volumenbereich werden am Standort Chur gefertigt. Eine Kernkompetenz des mittlerweile 35 Jahre alten KMU sind Digital-Signage-Systeme. Die elektronischen Anzeigensysteme helfen Fahrgästen im öffentlichen Verkehr den richtigen Bus oder das passende Gleis zu finden, dienen der Orientierung an der Liftstation oder übermitteln Börsen- und Wechselkurse in Echtzeit. Jüngster Geschäftszweig sind intelligente Beleuchtungskonzepte, welche als OEM-Lösung angeboten werden. Produziert wird nach den ISO 9001:2008-Qualitätsstandards.

Das volle Potential des Ofens wird bei Hengartner derzeit nicht ausgeschöpft, da aus Platzgründen kein Inline-Betrieb möglich ist. Dennoch hat sich der Durchsatz im Vergleich zur Vorgängermaschine um knapp 60 Prozent erhöht. Da beispielsweise die Segmente feiner steuerbar und der Prozess besser kontrollierbar ist, erhöhte sich die Durchlaufgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgänger von 40 auf 65 Zentimeter pro Minute. Ausserdem beschreibt Thomas Gartmann den Zugang zu den Steuerungseinheiten und Filtern als sehr einfach, des Weiteren lässt sich über Wartungsklappen vorne und hinten gut auf die gesamte Hardware zugreifen.