Gotthard 3 Mechatronic Solutions AG

Von Muri aus in die Welt

Peter Kupferschmid ist Geschäftsführer der Gotthard 3 Mechatronic Solutions AG.
Markus Back / Chefredaktor Smart Tech /

Die Gotthard 3 Mechatronic Solutions AG leitet den Verkauf der Eigenprodukte innerhalb der ANTRIMON-Gruppe. Vom Hauptsitz in Muri aus verkauft sie mechatronische Produkte und Systeme und unterstützt bei Entwicklung und Verifikation. Geschäftsführer der Unternehmenseinheit ist Peter Kupferschmid.

Seit der Gründung im Januar 2016 verantwortet Peter Kupferschmid die Geschäfte der Gotthard 3 Mechatronic Solutions AG. Obwohl er damit zu den Mitarbeitenden mit noch kurzer Firmenzugehörigkeit zählt, ist er mit dem Unternehmen und seiner Entwicklung bestens vertraut. Schliesslich war es Firmengründer Stefan Schimon, der den 49-Jährigen an Bord holte. Und dies aus gutem Grunde. Das Duo kennt sich seit der Ausbildung, hat die Rekrutenschule in Isone gemeinsam absolviert, stemmte anschliessend an der Fachhochschule in Brugg-Windisch gemeinsam das Studium in Elektrotechnik und verlor sich auch danach nicht aus den Augen. Von daher war es eigentlich nur logische Konsequenz, dass die beiden zueinander fanden, als Peter Kupferschmid nach knapp zehnjährigem Auslandsaufenthalt wieder in die Schweiz zurückkehrte.

Firmenprofil

Die Gotthard 3 Mechatronic Solutions AG bringt die in der ANTRIMON-Gruppe entwickelten, verifizierten und produzierten Produkte in die dafür vorgesehenen Märkte. Die ersten zwei Produkte, die in Muri entstanden, sind der Elektroscooter «trivanti» sowie der vollautomatische Türantrieb «smartdoor Turn». Obwohl diese Produkte komplett unterschiedlich sind, liegt ihnen die Mechatronik mit einem Antrieb als Herzstück zugrunde. Der «trivanti» basiert auf der Idee, ein E-Bike so umzukonstruieren, dass man weder treten noch sitzen muss. Den «smartdoor Turn» machen zwei Patente zum weltweit kleinsten vollautomatischen Türantrieb, der sich über eine App programmieren lässt. Das eine Patent schützt das Verfahren, das die Türe stromlos geschlossen hält, das andere die besondere Geometrie der speziell entwickelten Türfeder.

Die Fertigung der beiden Produkte erfolgt zum grössten Teil in der Schweiz. Die Baugruppen werden beim Lieferanten oder einer Partnerfirma zusammengesetzt, während in Muri die Endmontage, Prüfung und Qualitätskontrolle erfolgt. Anregungen aus dem Markt fliessen sukzessive in die Produkte, so dass diese kontinuierlich eine weitere Verbesserung erfahren.

Ausblick

Dass es beim «trivanti» und dem «smartdoor Turn» allein nicht bleiben wird, davon ist Peter Kupferschmid überzeugt. «Gerade die ersten Jahre sind die schwierigsten, dennoch hat es das Unternehmen geschafft, bereits zwei eigene Produkte zu entwickeln und in den Markt zu bringen», sagt Peter Kupferschmid und ergänzt: «Ich behaupte daher, dass in den kommenden 15 Jahren noch viele weitere innovative Produkte folgen werden.»

Dass diese Innovationen konform zur digitalen Transformation sein werden, steht für den Geschäftsführer ausser Frage. Schon jetzt sind diese in den Eigenprodukten zum Teil umgesetzt, wie beispielsweise der Bluetooth-Schnittstelle in der «smartdoor Turn». Diese gestattet es, unter anderem Öffnungswinkel und -zeit über ein Smartphone einzustellen. «Weitere entsprechende Produkte sind bei uns in der Pipeline, da dies die Zukunft ist», verspicht denn auch Peter Kupferschmid.