37. Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung

Zukunftsthemen im Blickfeld

Bild: P. E. Schall GmbH & Co. KG
P.E. Schall GmbH & Co. KG /

Die Motek und die Bondexpo finden vom 8. bis 11. Oktober 2018 in der Landesmesse Stuttgart statt. Gezeigt wird erneut ein weitreichendes Angebot an Lösungen für die Automatisierung der Montage. An der diesjährigen Veranstaltung rücken zukunftsträchtige Themenfelder wie die Mensch-Roboter-Kollaboration oder praxisorientierte Aspekte rund um die Sicherheit in der Automation in den Vordergrund.

Die Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung versteht sich gemäss Veranstalterin als praxisorientierte Business- und Networking-Plattform. Wie in den vergangenen Jahren bereits geschehen, orientiert sie sich deshalb in ihrem Aufbau immer mehr an den Strukturen des Fertigungsalltags. Damit sollen die Wege für die Fachbesucher kürzer werden. Erwartet werden an der diesjährigen Austragung rund 40 000 Besucher aus über hundert Nationen.

Dieses Jahr widmet sich die Motek unter anderem der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK), der Digitalen Transformation in der Fertigung sowie der varianten- und stückzahlflexiblen Montage. Dabei sollen Zukunftsthemen wie MRK und Industrie 4.0 vertieft behandelt werden, unter anderem durch die reale Abbildung praktischer Lösungen.

Lösungen zur Schnittstellenoptimierung

Die Motek setzt ihren Hauptfokus auf automatisierte Montageprozesse. Dabei ist die Bedarfs- und Anwendungspalette breit aufgestellt: Sie reicht von der klassischen teilautomatisierten Montage bis hin zum vollautomatischen, robotergestützten Produktions- oder Montagesystem. Zu den Neuheiten an der diesjährigen Messe gehören mit cleveren Algorithmen ausgestattete Montageroboter, Materialhandling- und Zuführsysteme, fahrerloser Transport, Greifsystemkomponenten oder Software zur Kollisionsberechnung. Es geht hierbei um das Stichwort  Machine Learning, das heisst einfach zu bedienende, flexible Systeme, deren Tätigkeit man ändern kann ohne aufwändig zu programmieren.

Smarte Maschinen, Roboter und Systeme operieren dabei über intelligente Schnittstellen und kommunizieren untereinander mit dem Leitsystem. Die Fachmesse in Stuttgart präsentiert zu diesem Zweck Lösungen zur Schnittstellenoptimierung, Bus-Systeme sowie alles rund um den Kommunikations-Standard OPC UA.

Montageautomatisierung – auch für Mittelständler

Solche Systeme seien nicht nur für die etablierten grossen Anwender interessant, sondern auch für kleine und mittelständische Unternehmen, die damit Automation ohne besonders erfahrenes Fachpersonal nutzen könnten, halten die Messeveranstalter in ihrer Medienmitteilung fest. Denn mit einfacheren Programmierumgebungen würden Roboter auch für kleinere Unternehmen immer einsatztauglicher und gefragter. Aufgrund dieser Entwicklungen am Markt erwarten Experten denn auch, dass der Anteil an Industrierobotern in der Montage steigen wird, worunter auch Cobots gehören.

Aktuelle Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Robotik und Automation. Gemäss Informationen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wurde letztes Jahr in Deutschland ein Rekord-Umsatzvolumen von 14,5 Milliarden Euro erreicht. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2018 wird ein Branchenwachstum von 9 Prozent auf insgesamt 15,8 Milliarden Euro prognostiziert.

Moderne Fügetechniken für den Leichtbau

Ergänzend zur Montage-Leitmesse werden an der parallel stattfindenden Fachmesse Bondexpo moderne Fügetechniken in der Leichtbau-Montage präsentiert. Die rationelle und qualitative Montage von Komponenten und Baugruppen aus Hightech- und Karbonfaser-verstärkten Kunststoffen (CVK) sowie aus Hybrid- und Composite-Materialien werden auf der Motek-Schwestermesse in allen Facetten gezeigt.

Angaben der Veranstalter zufolge sei die Bondexpo die ideale Ergänzung zur Motek, weil sie innovative Klebe-Lösungen präsentiere, die Probleme bei der Montage lösen könnten. So bedürfe es insbesondere im Bereich der Klebtechnik absoluter Spezialisten, um die richtige chemische Zusammensetzung sowie die passende Dosierung für den jeweiligen Anwendungsfall und die zu verbindenden Materialien zu entwickeln.

Fachforum «Sicherheit + Automation»

Die Mensch-Roboter Kollaboration werde zukünftig die flexible Produktion geringer Stückzahlen mit hoher Komplexität unterstützen, schreiben die Messeorganisatoren. Aus diesem Grund werde ein weiterer Schwerpunkt auf das Thema Sicherheit an dieser Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine gelegt. In diesem Jahr wird darum nach der letztjährig erfolgreich durchgeführten Premiere erneut das Fachforum «Sicherheit + Automation» ausgetragen. In zahlreichen praxisorientierten Einzelvorträgen geht es dabei um die Sicherheitsarchitektur 4.0, die Betriebssicherheitsverordnung, CE-Prozesse sowie um die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration.