Flexibler 90°-Universalfräser

Zerspanen was vor die Schneide kommt

Die Econ-LN-Fräser lassen sich vielseitig einsetzen. Bild: Dormer Pramet
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Vielseitigkeit ist zu einem unerlässlichen Muss für moderne Schneidwerkzeuge geworden. Mit den Econ-LN-Fräsern bietet Dormer Pramet eine kostengünstige und vielseitig einsatzbare Produktreihe für die unterschiedlichsten Zerspanungsaufgaben.

Bei der Herstellung von Präzisionswerkzeugen für die Metallzerspanung stellt sich immer wieder die Frage: Wie kann erreicht werden, dass Flexibilität nicht auf Lasten der Qualität eines Endprodukts geht? Ein Beispiel auf dem Werkzeugmarkt sind Universalfräser. Sie decken die gesamte Bandbreite der Bearbeitungsfälle vom Schruppen bis zum Schlichten über eine Vielzahl an Materialien ab. Hierbei heisst die Herausforderung: Trotz hoher Einsatzflexibilität eines Werkzeugs müssen die Fräser gleichzeitig die Anforderungen an Masshaltigkeit und Endbearbeitung erfüllen, die ansonsten nur anwendungsspezifische für einen bestimmten Materialtyp konzipierte Werkzeuge garantieren.

Der Econ LN stösst mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten exakt in dieses Marktsegment. Die positive axiale Geometrie der universellen 90°-Fräser ermöglicht geringere Schnittkräfte und eine gleichmässigere Bearbeitung von Stahl, Gusseisen, Edelstahl, NE-Metallen und gehärteten Werkstoffen. Besondere Kennzeichen: internes Kühlsystem nahe der Schneidkanten in Kombination mit breiter Planschneide (Wiper) und sicherer WSP-Klemmung sowie reduziertem Energieverbrauch. Zudem garantiert der Fräser eine schnelle Spanabfuhr und eine gleichbleibend hohe Oberflächenqualität.

Die Econ-LN-Fräser gibt es in der Ausführung mit LNGX12- und LNMU16-Wendeschneidplatten mit jeweils vier Schneidkanten. Die LNGX12-Platten unterstützen das Bohrzirkularfräsen, Rampen und progressive Eintauchen, wohingegen die LNMU16-Platten bei der Bearbeitung von Stahl und Gusseisen aufgrund ihrer Stabilität und Robustheit ein Garant für lange Werkzeugstandzeiten sind.

Anwendungsbeispiel Endkappen von Gasturbinen

In einem kürzlich in Nordamerika durchgeführten Anwendungstest hat der Anwender die Endkappen von Gasturbinen aus rostfreiem Stahl auf einem grossen Horizontalfräszentrum stirnseitig bearbeitet. Dabei konnte eine um 44 Prozent höhere Vorschubgeschwindigkeit gegenüber dem bis dahin verwendeten Fräser erreicht werden. Zum Einsatz kam ein Econ-LN-80-mm-Messerkopf mit LNGX 120508ER-MF M6330-Platte. Mit nur einer Schneidkante konnten drei Werkstücke fertig bearbeitet werden, wobei die Platte nur wenig bis keinen Verschleiss aufwies. Die Zykluszeit reduzierte sich allein bei diesem einen Arbeitsgang um 18 Minuten, der Econ LN hielt schliesslich ganze fünf Werkstücke pro Schneidkante durch. Der vorherige Fräser schaffte nur ein Werkstück pro Schneidkante.