15 Jahre ANTRIMON-Gruppe

Mutige Entscheidung zahlt sich aus

Stefan Schimon ist Inhaber und Verwaltungsratspräsident der ANTRIMON-Gruppe.
Markus Back / Chefredaktor Smart Tech /

Das Unternehmertum liegt Stefan Schimon im Blut. In 15 Jahren baute er aus dem Nichts einen Mechatronik-Dienstleister auf, der heute an acht Standorten über 100 Mitarbeitende beschäftigt. Dabei wollte der Inhaber und Verwaltungsratspräsident der ANTRIMON-Gruppe zunächst gar nicht Unternehmer werden.

Der Sommer 2003 brachte Europa zum Kochen. Niemals zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1540 wurden zwischen Juni und August die dort aufgezeichneten Temperaturen gemessen. Es war aber nicht etwa die Rekordhitze, die Stefan Schimon im Jahrhundertsommer ins Schwitzen brachte, sondern eine Entscheidung, die weitreichende Konsequenzen für seinen weiteren Lebensweg haben würde.

Nach dem Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule in Brugg-Windisch und verschiedenen beruflichen Stationen verantwortete er für ein grosses Unternehmen die Geschäftsführung der Schweizer Niederlassung. Weil ein tragisches Unglück in diesem zu einer sich nicht stabilisierenden Führungskrise führte, entschied er sich nach langem Abwägen für die Selbständigkeit und legte mit zwei Mitarbeitenden in Muri los. «Diese Entscheidung hat sich gelohnt», sagt Stefan Schimon rückblickend und fährt fort: «Obwohl das Jahr 2003 wirtschaftlich betrachtet schwierig war, fassten wir sehr schnell Fuss und ich durfte seither eine tolle Unternehmung mitbegleiten und mitaufbauen.»

Firmenprofil

Die Firma ANTRIMON (Antriebe + Schimon) fokussierte sich anfangs auf die Auslegung und Implementierung kundenspezifischer Antriebe. Da hierbei aber nicht nur über die Antriebe, sondern ebenfalls über die weiteren Antriebselemente und die zugehörige Elektronik diskutiert wurde, ergänzte Stefan Schimon sein Angebot schon alsbald um Entwicklungsdienstleistungen. Diese erfreuten sich einer solchen Nachfrage, dass seit dem Jahre 2010 der mechatronische Ansatz verfolgt und alles aus einer Hand angeboten wird.

Diese Neuausrichtung garantiert eine schnellere Markteinführung von Produkten, ist der Firmeninhaber überzeugt. Deutlich macht er das am Beispiel eines innovativen Augenbehandlungsgerätes, dessen Entwicklung die ANTRIMON-Gruppe eng begleitete: «Dessen Hersteller kennt den Markt, er kennt sich mit der Optik und dem Auge aus. Unsere Expertise ist die technische Seite, um all die Anforderungen in einem Produkt abzubilden.»

Mitarbeitende

Die Zeit seit der Unternehmensgründung beschreibt Stefan Schimon als intensiv, aber auch sehr erfüllend. Stolz ist er insbesondere auf seine Mitarbeitenden, die ihm ihr Vertrauen schenkten und auf seinem Weg begleiteten. «Gerade anfangs kamen Experten aus grossen Unternehmen zu uns, obwohl wir ihnen nicht diese Sicherheit wie ihre bisherigen Arbeitgeber bieten konnten», so der Firmengründer: «Meine Vision wurde zum Glück ein Erfolg und ich konnte ihnen einen sicheren Arbeitsplatz bieten.»

Dieses Vertrauen seiner Mitarbeitenden ist es auch, was Stefan Schimon gerne zur Arbeit gehen lässt. «Im Büro habe ich ein tolles Team, das hervorragend funktioniert und wodurch ich extrem leistungsfähig sein kann», sagt er. Ohne diese Mannschaft um sich herum, weiss er, ginge es nur halb so gut voran.

Ausblick

Als die ANTRIMON-Gruppe auf zehn Mitarbeitende angewachsen war, wurde Stefan Schimon einmal gefragt, wohin sich sein Unternehmen entwickeln wird: «Ich habe dann gesagt, wir werden irgendwann einmal hundert Leute sein. Das war natürlich ein Wunsch von mir. Umso schöner ist es, dass diese Vision wahr wurde.»

Wie sich sein Unternehmen in den nächsten 15 Jahren personaltechnisch entwickelt, kann der Inhaber dagegen nur schwer abschätzen, zumal es auch davon abhängt, in welchen Bereichen es wachsen wird. Da die ANTRIMON-Gruppe inzwischen aber nicht mehr nur entwickelt, sondern auch produziert, seien weitere Schübe gut möglich. Mit den Eigenprodukten und der erworbenen Expertise, glaubt der Firmengründer, sei man für die Zukunftsmärkte E-Mobility, Medizintechnik und Gebäudeautomation jedoch zumindest sehr gut aufgestellt.

Chancen verspricht er sich ebenfalls durch die digitale Transformation, die inzwischen sehr grosse Unternehmen anklopfen lässt. «Diese verfügen meist über eine hohe Kompetenz in einem Bereich, beispielsweise der Mechanik, wissen aber, dass sie Marktanteile verlieren werden, wenn sie diese nicht in ein System überführen beziehungsweise intelligent machen», sagt Stefan Schimon und schliesst: «Genau diese Firmen haben sehr grosses Interesse an unseren Dienstleistungen und versprechen eine weiterhin grosse Nachfrage.»